Neulich in einer Grundschulklasse. Die Klasse arbeitet fleissig, da geht die Tür auf: Ein empörter Vater stürmt in die Klasse und brüllt:

Frau F.! Das können Sie so nicht machen! Sie haben uns geschrieben, unsere Tochter kommt jeden Tag 20 Minuten zu spät zum Unterricht! Das stimmt überhaupt nicht! Das sind höchstens 15 Minuten!

- Vielleicht sollten Sie das Frau F. sagen, ich bin nicht Frau F.

Ach, Unsinn. Das hat doch alles System! Komm Kind, wie gehen!

- Papa, wir schreiben gerade eine Mathearbeit.

Schnaubend verlässt der Vater das Klassenzimmer. Meldet sich der kleine Max:

Boah,

und legt sich seine kleine Hand auf die Brust,

hab’ ich mich erschrocken! Ich dacht’, dat wird ‘n Amoklauf!

Wenn man schon mal angesprochen wird, dass man hier zu wenig Neueinträge macht, dann komme ich dem mal auf meine Art und Weise nach: Jetzt erzähle ich mal, was ich in letzter Zeit im Fernsehen und auf DVD gesehen habe und weiterempfehlen kann. All diesen TV-Serien ist gemein, dass die deutsche Synchronisation schlechter ist als das Original. Das hängt auch damit zusammen, dass in diesen Serien die Schauspieler Platz für ihr Schauspiel gegeben wird, dass aber auch mitunter unterschiedliches Sprechen im Englischen eine Rolle spielt, was in der deutschen Synchronisation komplett unter den Tisch fällt.

Flash Forward

Flash Forward ist gerade in Deutschland angelaufen und läuft in Amerika noch in seiner ersten Staffel. Der Plot ist zunächst das Reizvollste: Für 137 Sekunden steht die Welt still und die Menschen erleben, was sie in 6 Monaten erleben. Das ist mitunter schockierend und veranlasst die Menschen gegen ihre Zukunft anzugehen. Dieser Reiz wird nach ein paar Folgen abgelöst durch die Dramaturgie der Einzelpersonen. Das hat in Amerika anscheinend zu einem Rückgang der Zuschauerquote geführt, schadet der eigentlichen Serie aber nicht, da sie über ganz ausgezeichnete Schauspieler verfügt.

In Treatment

In In Treatment geht es um einen Psychologen und seine Patienten und was in ihren Sitzungen passiert. Es ist daher sehr dialoglastig, was zunächst langweilig erscheinen mag. Man braucht auch in der Tat 5 bis 6 Folgen, bis man den großen Rahmen dieser Serie erfasst. Danach verfolgt man mit Spannung die weiteren, immer auch überraschenden Entwicklungen und die Tiefe der Charaktere.

Chuck

Chuck ist eine ziemlich stylische Agenten-Serie mit viel Satire und Humor. Dies geht in der deutschen Synchronisation etwas unter, auch die Dichte der einzelnen Situationen zwischen den Figuren leidet doch deutlich in der Übersetzung. In Deutschland ist bislang nur die erste Staffel gezeigt worden, und das zudem an einem sehr schlechten Sendeplatz. In Amerika wird die Serie von Fans unterstützt, was möglicherweise zu einer vierten Staffel führen wird. Chuck ist derzeit mein absoluter Serien-Favorit.

bloggen über blogdesk


3. März 2010

Ich mag ja die Programme von Johannes Oppermann. Ich habe jahrelang PostMe verwendet, ein E-Mailprogramm, das automatisch Zitate unter die E-Mails packen kann. Irgendwann konnte Thunderbird das auch, wenn auch mit etwas Aufwand, aber dann war Thunderbird mein Programm der Wahl, denn PostMe hatte keine interessante Kalenderfunktion. Und da es auch nicht weiter entwickelt wurde, war PostMe irgendwann halt out.

Insofern hat es mich irgendwie vor 2 Jahren gefreut, dass er mit Blogdesk, das es damals schon länger gab, auch ein interessantes Blogprogramm geschrieben hat. so richtig durchgesetzt hat es ich allerdings zunächst nicht. Das Backend von Wordpress ist mittlerweile schon sehr facettenreich. Wozu also noch ein Extraprogramm?

Aber es gibt da ein paar Gründe. Noch lasse ich die gelten: a. Zum Schreiben von Texten auf meinem Netbook ist Blogdesk besser geeignet, weil das Eingabefeld größer ist als beim Wordpress-Backend. Das vergrößert sich beim Backend zwar bei größeren Monitoren, aber nur in die Breite, nicht in die Länge. b. Blogdesk liefert mir eine Übersicht diverser Kategorien meiner unterschiedlichen Blogs. Wenn ich also denselben Text, denselben Beitrag mehrfach publizieren möchte, geht das in einem einzigen Schritt. c. Blogdesk stellt keine Statistiken dar, keine Hinweise auf Aktualisierungen, keine Trackbacks anderer Blogs. Das ist unterm Strich denkbar positiv, denn man verschwendet dadurch eigentlich viel zu viel Zeit. Ich blogge eh nicht für den Besucherzähler, sowas fand ich von Anfang an arm. Und ab und zu alles updaten reicht auch vollkommen aus.

Also für bestimmte Dinge, gerade für das Schreiben an sich, ist Blogdeskt meiner Meinung nach sehr angenehm. Man kann nicht so schnell hin und her klicken zwischen Backends unterschiedlicher Blogs, aber das braucht man eigentlich auch eher selten. Ich bleibe mal etwas weiter bei Blogdesk. Man nimmt sich einfach mehr Zeit für Texte und weniger für andere Spielereien, die doch eigentlich weit weniger ins Gewicht fallen als man denkt.

and then there was salsa


2. März 2010

Wirklich hübsch gemacht:

Das heutige Idiom gehört zu denjenigen, die im Westfälischen vorkommen, auch wenn der genaue Ursprung nicht bekannt ist. Es handelt sich um den Ausspruch: Das ist doch völlig Banane.

Es können nur für den Redner eher abstrakte Gegenstände Banane sein. Man sagt also nicht Dieses Haus da ist Banane. Ein solcher Ausspruch würde allerhöchstens Kinder belustigen. (Der Geschmack eines Eises kann natürlich weiterhin Banane sein; hierbei bezieht man sich aber nicht auf ein Sein, sondern lediglich auf eine sinnliche Wirkung, also ein So-Sein.)

Man kann dagegen sagen Die Architektur des Hauses finde ich völlig Banane. Ebenso kann man ein verlorenes Spiel einer Fussballmannschaft analysieren, indem man sagt, das taktische Vorgehen auf dem Spielfeld sei völlig Banane gewesen.

Mit Banane bezieht man sich hier also präzise auf eine nicht-adequate gestalterische Umsetzung einer Idee, nicht auf den Gegenstand selbst, der diese gestalterische Umsetzung darstellt. Der Sachlage nach könnte der Redner daher auch sagen, dass die Umsetzung der Idee der eigentlichen Idee dessen, was umgesetzt werden sollte, nicht zuträglich ist. Mit Das ist doch Banane fügt der Redner hinzu, für wie gescheitert er auch persönlich diese Umsetzung empfindet. Es ist also keine rein sachliche Analyse. Diese sind dem gemeinen Westfalen aber eh suspekt.

Das Wort Banane wird wohl gewählt, weil eine Banane eine gekrümmte Form hat, deren Zweck (“Warum ist die Banane krumm?”) sich vielen nicht erschließt, was widerum eine gewisse Irritation nach sich zieht. Da diese Irritation aber dem eigenen Unwissen entstammt, nicht der Unerklärbarkeit, warum Bananen gekrümmt sind, ist diese Irritation für Kenner natürlich auch irgendwie wieder völlig Banane.

Dieses kleine Büchlein ist derzeit eigentlich ein Must-have. Toralf Staud, Gründer des Blogs Wir Klimaretter, verfolgt die Außendarstellungen diverser Firmen, die mit einem grünen Image punkten wollen und das Gegenteil tatsächlich vertreten.

Einige Daten dieses 2009 erschienenen Buches kommen dem Leser schnell veraltet vor, aber alleine dafür, einmal einen Blick hinter die Werbestrategien einiger Firmen werfen zu können, macht dieses Buch zu einem kleinen Schatz.

mehr: Klima-Lügendetektor

college musical


27. Februar 2010

Sam Tsui und Hugo Kurt Schneider waren diese Woche bei Oprah, was der dritte größere TV-Auftritt in kurzer Zeit war. Das Video auf Youtube ist jetzt nicht so toll, und das Original-Medley auch irgendwie schöner, deswegen an dieser Stelle einfach mal das etwas ältere College Musical, das man auch mal gesehen haben sollte:

owl city – on the wing


27. Februar 2010

Mit Bielefeld hat Owl City leider nichts zu tun, aber das Händchen für Melodien dieses jungen Musikers ist schon beeindruckend:

hasiges


26. Februar 2010

… für die Hasen unter meinen Lesern:

Und nu pass mal wieder auf bei deinen Rechtsgeschichten ;-) .

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